Header von beutelpost.de - Beutelpost - Christoph schreibt aus Australien

Ach du meine Güte, ich hab seit über einem Monat nichts mehr geschrieben! :O Irgendwie ist mein Leben hier in Deutschland aber auch stressiger als das in Australien. Ich hab viel mehr zu tun und komm viel zu selten dazu, Zeit für mich selbst zu haben. Ausgedehntere Schulzeiten, Familienleben, nachmittägliche Vereinsaktivitäten und neuerdings auch das Einsteigen bei der Fahrschule kosten nunmal freie Zeit…

Aber heute habe ich mir vorgenommen, mal wieder ein paar Zeilen einzutippen, denn genau heute vor einem Jahr bin ich in mein großes Abenteuer aufgebrochen: Am 18. Januar 2012 ging es frühmorgens nach Hamburg und von dort ans andere Ende der Welt. Kaum zu glauben, dass das schon wieder 366 Tage her ist. Mannoman.

Was hat sich neuerdings so getan?

Wie ihr vielleicht schon festgestellt habt, habe ich meine Beutelpost ein wenig umgestaltet und durch neue Funktionen erweitert. Als ich vor 13 Monaten mein Blog aufgesetzt habe, hab ich nicht so wirklich auf Ordnung geachtet. Es war ja alles noch sehr übersichtlich. Mittlerweile steht hier aber so viel aus den unterschiedlichsten Bereichen drin, dass es langsam verwirrend wird. Die Änderungen sollen vor allem Neueinsteiger willkommen heißen und auch der Orientierung der alten Hasen (und nicht zuletzt auch mir selbst) beitragen.

Weihnachten im Kreis der echten Familie zu verbringen war sehr schön, denn auch wenn ich während meines Jahres nie wirklich Heimweh hatte, ist es doch sehr angenehm, ein solches Familienfest am “richtigen” Ort (und vor allem zur richtigen Jahreszeit) zu feiern.

Wie ihr vielleicht schon durch die deutschen Medien mitbekommen habt, herrscht in Australien zur Zeit eine große Hitzewellle mit enormer Trockenheit, die auch schon eine ganze Menge Buschfeuer ausgelöst hat. Das geht sogar so weit, dass der australische Wetterdienst eine neue Farbe für seine Temperaturkarten einrichten musste – die alte Skala reichte nur bis 50 Grad, nach obenhin musste zu dunkelrot jetzt lila hinzuerfunden werden, um die krassen Temperaturrekorde überhaupt darstellen zu können.

Oben ließ ich es schon anklingen: Ich fange jetzt mit dem Fahren Lernen an. Ich bin ja nun schon seit geraumer Zeit siebzehn und könnte somit das begleitete Fahren in Anspruch nehen – WENN ich denn schon richtig ausgebildet wäre. Seit ein paar Wochen bin ich also fleißig dabei, meine Stunden zu machen und hoffentlich bald echte Praxis sammeln zu können. Gestern war meine allererste Fahrstunde – und es war ganz OK. Ich hätte nicht gedacht, dass man doch sooo viel machen und beachten muss. Insbesondere die Rolle der Kupplung hatte ich GNADENLOS unterschätzt. Naja, nun schaun mer mal, wie sich das entwickelt. Wird schon :)

Das soll’s für den Moment dann auch gewesen sein, ein kurzes Statusupdate zwischendurch. Ich nehme mir vor, demnächst wieder regelmäßig von mir virtuell hören zu lassen – inwiefern das dann auch was wird, werden wir sehen ;)

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In einem Jahr kann viel passieren. Selbst in Wilhelmshaven. Das meiste ist zwar immer noch so, wie ich es verlassen habe – aber nach zwei Wochen Wieder-Einleben in Deutschland hab ich festgestellt, dass sich dann doch so einiges verändert hat.

Als wir in den Altengrodener Weg einbogen, sagte ich noch zu meinen Eltern: “Hach, hier sieht noch alles aus wie früher.” Nur, um hundert Meter weiter erstaunt und nahezu entsetzt auszurufen: “SEIT WANN STEHT DAS SCHLD DA?!?!” Denn still und heimlich hat uns die Stadtverwaltung ein “Achtung Kinder”-Schild fast vor die Haustür gesetzt.

Altengrodener Weg - Achtung Kinder Schild - IMG_8302

Im kleinen Einkaufszentrum um die Ecke hat der Schlecker zugemacht. Der Laden steht jetzt leer. Und auf absehbare Zeit wird sich das wohl auch nicht mehr ändern.

Besser sieht es dagegen an der Kirchreihe aus. Die Neubauten, die dort seit gefühlten dreiundzwanzig Jahren errichtet wurden und für durchgehend schwieriges Fahrrad-Terrain sorgten, sind endlich fertig. Jetzt muss ich auf meinem täglichen Schulweg nicht mehr durch Baumatsch fahren. Und auch wenn die allgemeine Qualität Wilhelmshavener Fahrradwege immer noch zu wünschen übrig lässt – besser als Melbournes sind sie allemal!

Noch mehr Bauerfolge: Am JadeWeserPort stehen jetzt vier RIESIGE Containerbrücken und der Hafen hat (ENDLICH!) seinen Betrieb aufgenommen. Entsprechend dazu ist der nervige A29-Bauabschnitt bei Voslapp fertig.

Die meisten meiner früheren Körpergröße-Leidensgenossen sind mir mittlerweile davongewachsen. Verdammte deutsche Fruchtzwerge. Nach einem Jahr Abwesenheit riecht außerdem mein Zimmer total neutral – und ein bisschen nach Farbe, da ihm zwischendurch mal ein neuer Anstrich gegönnt wurde.

Unser Stamm-Aldi ist plötzlich total komisch aufgebaut. Obst und Gemüse ganz am Ende bei den Kassen, die Süßigkeiten dagegen gleich am Eingang. Hochgradig verwirrend. Außerdem ist die Filliale der Sparda-Bank nun ein Stückchen weiter die Straße runter. Muss man sich auch merken. Und im Vier-Familien-Nachbarhaus sind drei Wohnungen “neu besetzt”.

Ihr merkt: Es hat sich doch einiges getan. Und ich hab jetzt wahrscheinlich sogar noch das ein oder andere vergessen. Aber im Großen und Ganzen ist alles noch so wie vorher.

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Ob man’s glaubt oder nicht: Mittlerweile bin ich schon wieder mehr als fünf Tage zurück im heimischen Wilhelmshaven – und konnte vor lauter Aktivitäten gar nicht meine Beutelpost aktualisieren ;)

Bereits am Flughafen war es ein sehr schönes Wiedersehen mit meiner Familie, und so nach und nach melde ich mich auch bei allerhand Freunden zurück: Am Freitag wurde ich von meinen besten sogar bekocht! :) Am Samstag war ein wenig Emergency-Shopping angesagt, denn meine Palette an passender Winterkleidung ist mittlerweile nicht mehr sooo groß. Außerdem gab’s lecker Grünkohl zu Mittag und lauschiges Fußball-Gucken am Abend.

Den Sonntag habe ich darauf verwendet, einige der technischen Probleme in unserem Haushalt zu behandeln, die das letzte Jahr mangels interner Fachkraft nicht angegangen wurden, und nachdem ich den Montag nochmal frei genommen hatte, ging es heute das erste Mal wieder in die Schule. Dabei sah ich in viele erstaunte Gesichter, für die es etwas überraschend kam, dass ich schon wieder zurück im Lande bin. Allesamt fragen sie “wie’s in Australien denn war” – und es ist jedes Mal aufs Neue unmöglich, 10 Monate in ein paar Sätzen zusammenzufassen…

Jo. Das muss als kurzes Update vorerst reichen. More to come ;-)

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