Header von beutelpost.de - Beutelpost - Christoph schreibt aus Australien

Seit Donnerstag hat für uns das harte Leben eines Backpackers begonnen – unsere Eltern haben uns beim “flashpackers”, einem Hostel in Noosa, abgesetzt und sind weiter Richtung Brisbane gefahren. Für uns heißt das: Ab jetzt gehts ans gesparte!
Naja, dem ist ja leicht beizukommen, indem man sich nen Job sucht und Geld verdient – dachten wir zumindest.
Leider geht das nicht so schnell mit dem Geldverdienen, denn man muss ja erstmal jemanden finden der uns einstellt. Also auf zum Copyshop und ein paar CVs (also Lebensläufe) ausgedruckt für 20ct pro Kopie; ganz schön happig…
Dann ab in die Sunshine Beach Road und die Cafes abklappern: ” We’re two German backpackers looking for a job here in Noosa.” Keine Ahnung wie oft wir jetzt schon ein Gespräch so angefangen haben.
Leider war unsere Jobsuche in dieser Straße nicht so erfolgreich, außer dass wir von mehreren Cafébesitzern in die Hastingstreet, die örtliche Flaniermeile, verwiesen wurden, weil dort wohl mehr los sei.
In der Tat wurden wir dort auch einige resumes (= CV) los, jedoch meistens mit dem Zusatz, dass wir wahrscheinlich noch ein paar Wochen bis zum Ferienbeginn warten müssten, da dann viel mehr los sei. Wir könnten allerdings noch zur Gympie Terrace, einer Straße am Noosa River, und dort die Cafés und Restaurants besuchen…
Also liefen wir gestern bis nach Noosaville und durch die Gympie Terrace und HEY! Die Gaststätten in Noosa sind alle von der Urlaubssaison abhängig, was für eine Neuigkeit!
Naja, jetzt heißt es erstmal abwarten und Tee trinken Urlaub machen ;)

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Nach unserer fünftägigen Tour durch den Kakadu- und Litchfield-Nationalpark ging es am Freitag schon wieder zum Flughafen: Von Darwin aus flogen wir über das Örtchen Kununura nach Broome. Und schon gleich beim Anflug auf Broome sahen wir ihn: Den legendären Cable Beach!

Der hat seinen Namen daher, dass hier 1889 das Telegrafenkabel an Land kam, das die Kolonie Australien mit dem Mutterland England verbinden sollte. Und damals war ein schlichtes Kabel eben eine solch riesiger Fortschritt, dass man gleich einen ganzen 22 Kilometer langen Strand nach eben diesem Kabel benannte.

Ansonsten ist er nicht nur länger als die meisten Strände unserer ostfriesischen Inseln, sondern der Indische Ozean ist hier auch wärmer, blauer und sogar salziger als die Nordsee. Außerdem kann man dort surfen, ihn mit dem Auto befahren und sogar per Kamel bereiten…

Da die Kamelkaravanen auch durch die Stadt laufen, sieht man hier nicht nur die allbekannten “Achtung Känguru”-Schilder, sondern auch Warnhinweise auf Kamelverkehr.

Der Strand endet auf einer Seite im Point Gantheaume, einer steinigen Landzunge aus rotem Fels. Im Glauben des lokalen Aborigine-Stammes war dies der Ursprung ihres Volkes, weswegen der Ort eine hohe spirituelle Bedeutung für sie hat. Die ersten Europäer, die 1801 hier her kamen und die Küste vom Schiff aus kartierten, waren Franzosen. Sie hielten die Landzunge fälschlicherweise für eine Insel und benannten sie nach einem französischen Admiral Gantheaume Island. 1821 wurde dieser Irrtum dann von einer englischen Expedition korrigiert…

Das Panorama vom Point Gantheaume, den Cable Beach entlang.

1905 wurde dann ein Leuchtturm auf die Landzunge gebaut, um vorbeifahrende Schiffe vor der steinigen Küste zu warnen. In der Zwischenzeit wurde der Leuchtturm mehrmals um- und neugebaut. Heutzutage funktioniert er natürlich automatisch, leuchtet aber immer noch alle zehn Sekunden einen weißen Strahl auf das Meer hinaus.

Als Sunset Viewing Location wählten wir den “Autostrand” direkt nebenan, wo viele Broomer mit ihren Geländewagen auf das trockengefallene Land fuhren um den Sonntagabend nett ausklingen zu lassen.

Der Leuchtturm vor dem roten Abendhimmel

Daniel beim Sonnenuntergangs-Fotografieren

Am nächsten Abend begaben wir uns zur Dämmerung zur anderen Seite der Halbinsel, auf der Broome liegt, nämlich mit Meerblick in Richtung Osten. So konnten wir zwar nicht den Sonnenuntergang über dem Wasser fotografieren, aber es gab an diesem speziellen Montagabend etwas viel besseres: Staircase to the Moon. Dieses Ereignis ist nur zwei bis drei Mal pro Monat zu beobachten und wir hatten das Glück, dass wir zufälligerweise genau zur passenden Zeit vor Ort waren.

Beim Staircase to the Moon spiegelt sich der aufgehende Mond in verbliebenen Wasserpfützen im Watt, sodass die Illusion einer Treppe zum Mond entsteht. Da dies aber eben nur dann zu sehen ist, wenn starke Tide, Niedrigwasser und Mondaufgang zusammen fallen, kommt es eben nur sehr selten vor.

Am nächsten Morgen mussten wir dann auch schon wieder los und unsere Unterkunft, das “Blue Seas Resort”, wieder verlassen. Das war ziemlich schade, bot es doch eine deutliche Luxussteigerung gegenüber dem lausigen Hostel in Darwin: Wir hatten nicht nur deutlich mehr Platz, sondern auch ein eigenes Bad sowie Waschmaschine und Trockner direkt auf dem Zimmer! Außerdem gab es Nachtschränke (unglaublich aber wahr, das war ein Fortschritt…) Im Innenhof findet gab es eine BBQ-Area, einen Pool und sogar FREE WIFI — der Himmel <3 :D

Übrigens: Hier in Broome muss man sich als Fußgänger nicht nur vor den Kamelen in Acht nehmen, sondern auch vor den Autofahrern. Denn hier wird all das, was der Europäer auf seinen Straßen gewohnt ist, auf den Kopf gestellt: Die Autos dürfen beim Verlassen des Kreisverkehrs einfach drauf los fahren, die Fußgänger müssen ausweichen. Schulterblick? Wofür denn sowas!

Und apropos Kreisverkehr: Wir haben in ganz Broome keine einzige Ampel gesehen. Jede größere Kreuzung wurde mit einem Kreisverkehr geregelt. Es geht also auch ohne…

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Gestern begann unsere erste Outback-Tour mit unseren Eltern. Unser Guide Nathan holte uns um 6:30 Uhr (!) vor unserem Hostel in Darwin ab — und los ging’s in den Kakadu National Park!

Den Rest erzählen wir euch besser in Bildern, denn davon haben wir mehr als Wörter ;)

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